Money fucks the world

JUSO Blog

Money fucks the world

Flyeraktion am Bellevue gegen das WEF
Mit einer kreativen Aktion protestierten die JUSO und die Jungen Grünen heute Nachmittag gegen das WEF. Unter dem Motto „Money fucks the world: Bitte helfen Sie, die Ärmsten zu schützen. - Stop WEF!" wurden die Passantinnen und Passanten informiert und, analog zur „Stop Aids-Kampagne", Präservative verteilt.

Was ist das WEF?
Das World Economic Forum (kurz WEF) ist eine Lobbyorganisation der grössten Konzerne der Welt. Um Mitglied zu werden, muss eine Firma einen Umsatz von mindestens einer Milliarde US-Dollar pro Jahr ausweisen. Zum Jahrestreffen des WEF in Davos sind neben den Konzernchefs hochrangige Persönlichkeiten aus Politik und Kultur eingeladen. Nach eigenen Angaben verfolgt das Forum das Ziel, den «Zustand der Welt zu verbessern».

Nun, was ist denn daran so schlimm?
Darunter würden wir eigentlich verstehen, dass Lösungen für drängende globale Probleme wie den Welthunger, die AIDS-Epidemie oder den Klimawandel gesucht werden. In Tat und Wahrheit tun die selbsternannten «Global Leaders» genau das Gegenteil: Sie suchen Wege, die Politik noch mehr den Interessen der transnationalen Konzerne zu unterwerfen. Wo gibt es noch billigere Arbeitskräfte? Wie können die Patente der Pharma-Riesen in den Entwicklungsländern durchgesetzt werden?
Wie ist ein wirksamer Klimaschutz im Interesse der Autoindustrie zu verhindern? Das sind die Fragen, die die meist superreichen WEF-Teilnehmenden wirklich beschäftigen.

Was hat das mit uns zu tun?
Obwohl das WEF eigentlich eine private Veranstaltung ist, wird es vom Schweizer Staat kräftig unterstützt: Drei von sieben BundesrätInnen nehmen an dem Treffen teil, die Armee wird zu ihrem Schutz eingesetzt. Die immensen Kosten für das Stelldichein der Mächtigen und Reichen werden auf die Steuerzahlenden abgewälzt (zu 37.5% zahlt der Bund die Sicherheitsvorkehrungen des WEF, 25% zahlt der Kanton Graubünden, 12.5% die Gemeinde Davos).

Was kann ich tun?
Gehen Sie auf die Strasse und zeigen Sie, dass globale Gerechtigkeit nicht nur das Anliegen einer kleinen Randgruppe ist. Fragen Sie nach den Arbeitsbedingungen der Menschen, die Ihre Kleider und Nahrungsmittel herstellen. Kaufen Sie Fair Trade Produkte. Und wählen Sie PolitikerInnen, die sich wirklich für Gerechtigkeit einsetzen, statt sich von der Wirtschaftslobby einspannen zu lassen und Verwaltungsratsmandate zu sammeln.