Nie wieder Apartheid!


 

Nie wieder Apartheid!

Er habe Angst als Rassist bezeichnet zu werden, sagt Werner Steiner, SVP-Gemeindepräsident von Birmensdorf. Dies nachdem er eine Gasse speziell nur für Asylsuchende einrichten und sich in der Zeitung mit den Worten verlauten liess, er wolle „andere Ethnien“ – also keine Afrikaner mehr – in Birmensdorf. Nun, diese Angst ist wohl nicht ganz unbegründet.

1992 endete in Südafrika die Apartheid. Das Ende des Unrechtsregimes, das Schwarze auf Grund ihrer Ethnie, andere sagen Rasse, von den Weissen getrennt und vertrieben hat, ist seither eine Warnung an alle. Es zeigt zu was Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz führen können. Schwarze mussten in Südafrika von 1948 bis 1992 andere Schulen besuchen als Weisse, getrennte Abteile im ÖV benutzen und separate Wege nehmen. Sie lebten in eigenen Quartieren und die „Vermischung“ von Weissen und „Nicht-Weissen“ war verboten. Als 1992 die Apartheid endete, war für den überwiegenden Rest der Welt klar: Nie wieder in der Menschheitsgeschichte soll ein solcher Skandal auch nur im Ansatz verwirklicht werden! Deshalb wurde die Apartheid auch als Straftatbestand ins internationale Recht aufgenommen.

SVP-Mann Werner Steiner sieht das offensichtlich etwas anders. Oder wie ist es zu erklären, dass Steiner im Oktober letzten Jahre eine Asylantengasse einrichten liess? Einen Weg eigens für Asylbewerber, über den diese von ihren Wohncontainern direkt zum Bahnhof gelangen sollten – ohne in Kontakt mit den Birmensdorferinnen und Birmensdorfern zu kommen. Aber damit nicht genug: Letzte Woche meldete er sich im Tagi wieder zu Wort: Mit den Afrikanern habe Birmensdorf „Menschen aus jener ethnischen Gruppe“ erhalten, „die am meisten Probleme macht“. Mit dieser Aussage zeigt Steiner klar, welch geistiges Kind er ist. Afrikaner machen Probleme. Und darum gilt es sie zu auszugrenzen. Dumm und scheusslich!

Noch keine zwei Wochen ist es her, als im Aargauischen Bettwil Einwohnerinnen und Einwohner auf den Strassen tanzten, als das geplante Asylzentrum „gebodigt“ wurde. Das jahrelang von Steiners Partei geschürte Klima der Angst und Unsicherheit scheint erfolgreich zu sein. Die Fremdenfeindlichkeit greift um sich. Nach Bettwil in Birmensdorf. Aber dagegen wehren wir uns. Mit einer Aktion machte die JUSO auf die Folgen solcher Aussagen für Birmensdorf aufmerksam. Ein Schild verbietet es Schwarzen im vorderen Teil des Busses zu sitzen. Fortsetzung folgt bestimmt – leider.

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Kommentare

Wohl alles erlaubt?

In der Provokation ist wohl alles erlaubt? Wenn die Juso Schilder aufhängt, welche "weisse vorne - Neger hinten im Bus" zeigen, dann ist das in Ordnung, wenn ein "nicht Juso" nur das Wort Neger sagt, ist er gleich ein Nazi!? Nun, ich kann das sehr wohl verstehen, warum die keine "Schwarzen" mehr wollen - erstens ist ihre "Duftnote" nicht sehr angenehm und zweitens ist dies hier Europa und nicht Afrika - in Afrika werden einfach die Weissen abgeschlachtet durch Schwarze - aber dort ist es ja dann etwas anderes oder nicht? Rassismus gibt es auch bei Schwarzen, nicht nur bei Weissen.

Wann wird....

die JUSO eigentlich mal erwachsen? Was wollt ihr mit solch dämlichen Argumenten eigentlich bezwecken? Manchmal denkt ihr echt, ihr seid die Retter der Welt, das ihr euch dabei aber noch schlimmer als eure politischen Gegner verhaltet, merkt ihr dabei nicht.
So kann man euch ja gar nicht ernst nehmen. Schade eigentlich

AW:

Lieber "Gast"

Bemängelst du gerade ernsthaft, dass wir in diesem Fall nicht von schwarzen Rassisten sprechen und wir uns als Linke das Recht zum Rassismus nehmen würden, während du gleich wieder mit endlos dummen Pauschalisierungen über die "Duftnote" kommst?

In dem Fall muss man dir nochmals behutsam erklären, dass wir Rassismus in jeder Form verurteilen - andernfalls, erbringe einen Gegenbeweis! Ob es irgendwo auf der Welt sonst Rassisten gibt, spielt einfach keine Rolle, wenn ein SVP-Gemeindepräse im Kanton sich als Rassist outet. Deiner Logik zufolge darf ich den Kongolesen, den ich oft am Sonntagmorgen auf der Strasse begegne, beleidigen wie ich will, nur weil ein ebenfalls schwarzer Diktator namens Idi Amin aus Uganda vor mehreren Jahren als irrer Menschenschlächter in die Geschichte einging. Macht das Sinn?! Wir bekämpfen Rassismus konsequent und suchen keine billige Ausrede, weil wir es aus welchen Gründen auch immer nicht wahrhaben wollen.

Desweiteren ist dein Einwand absolut heuchlerisch. Gegen Nazis auf dem Rütli wurde jahrelang nichts unternommen, das Hakenkreuz bleibt legal, genug Holocaust-Leugner kommen ungestraft davon und die Rechtsschmiede SVP, SD und PNOS wettert gegen die Anti-Rassismus-Strafnorm wo sie nur kann. Kaum bringen wir es mit dem Wort, das der Birmendsdorfer plump umschrieben hat, auf den Tisch, sollen wir angebliche Rassisten sein.

Wenn du so argumentierst, nur um nicht zuzugeben, dass es in der SVP beinharte Rassisten gibt und du relativ unverholen noch selbst solche Sprüche lieferst, brauchst du niemanden als kindisch und dämlich abzustempeln. In dem Sinne erheben wir nicht den Anspruch, die Welt zu retten, wenn unser Verstand sich einfach gegen die wehren will, denen die Würde des Menschen scheissegal ist!

Du interpretierst in mein

Du interpretierst in mein Kommentar schon ziemlich viel rein.
Schau mir geht es darum: Ich weiss nicht was der Gemeindepräsident gesagt hat, ist mir auch ziemlich egal. Aber der JUSO fehlt dann oft das Feingefühl für solche Aktionen. Ich glaube auf TeleZüri kam ein Bericht, wo die Leute gefragt worden sind, was sie davon halten. Praktisch alle haben diese Aktion verurteilt und die JUSO feiert das trotzdem als Sieg, merkt dabei aber nicht, dass sie ganz alleine mit dieser Ansicht ist.
Witzig ist auch, dass du mit Vergleichen von der SVP kommst (Rütli). Okay, dann möchte ich dich mal was Fragen. Was wird gegen die Randalierer am 1. Mai unternommen? Was ist der Unterschied zwischen den Ansichten der Linken und die der Rechten. Du darfst von mir aus gerne gegen das Rütli sein, jedoch erwarte ich dann von dir auch, dass du dich von Gewaltexszessen am 1. Mai distanzieren kannst. Kannst du das? Oder ist dies für dich legal weil es gegen den Kapitalismus gerichtet ist?
Verstehst du was ich meine?
Ich stehe politisch schon eher mitte-rechts, aber mir geht es einfach darum, auch mal aufzuzeigen, dass wenn man als komplett ausenstehender die JUSO und die SVP vergleichen würde, gar nicht so grosse Differenzen finden würde.
Und Tschuldigung, fremde Autos und Hausfassaden zu beschmieren ist und bleibt kindisch.

Interessant!

Wahrscheinlich warst du gar nicht mal dabei bei der Apartheid! Nun, ich finde es nur "lustig" wie sich die Linken unter dem Deckmantel der "Provokation" so einiges erlaubt, während andere schon zum Nazi verurteilt werden, wenn sie davon sprechen! Rassismus ist ein Wort, welches heute viel zu schnell und oftmals auch falsch verwendet wird. Mir hat mal ein Juso Mitglied erklärt, dass wir ja die Ausländer brauchen und mehr oder weniger so, als ob man die bestellen könnte. Nun, dieser Gemeindepräsident "bestellt" jetzt halt mal "weisse" Ausländer und keine Schwarzen. Interessant finde ich einfach, dass ausgerechnet ein Jusoler mit einem Artikel der Menschenrechte argumentiert! Wo doch so viele Kommunisten in dieser Partei sind und so viel ich weiss, gibt es bei der UNO keine Kommunisten. Ausserdem müsste es "Rassismus Strafnorm" heissen, denn es ist ja eine Strafe, rassistisch zu sein und nicht antirassistisch, aber das ist nur eine Kleinigkeit. Es gibt in Afrika mehr Schlächter als diesen einen und ich sehe es bei den Einwanderer aus dem Kosovo, die haben ein extrem hohes Gewaltpotential. Ihr wollt mehr Sicherheit schaffen in der Schweiz? Noch was: Das Hakenkreuz ist verboten und noch ein haufen anderer Symbole. Aber das Hakenkreuz gab es schon lange vor den Nazis. Es geht ja nicht darum, dass du deinen schwarzen Freund beleidigen sollst, darum geht es ja gar nicht. Nur weil ein Gemeindepräsident keine schwarzen Ausländer mehr will, muss man ja noch lange nicht von Apartheid sprechen. Die Schwarzen gehen ja immer noch in die normalen Geschäfte. Die Juso übertreibt einfach masslos, merkt aber nicht, wenn es aus dem Ruder läuft oder wenn sie selber die Grenzen überschreitet. Apropos kindisch: In Luzern habt ihr die Plakate der anderen Parteien überklebt, habt es auch noch angekündigt und wundert euch, wenn ihr dann eine Klage wegen Sachbeschädigung am Hals habt! Das ist wirklich kindisch!

Wo sind die Zitate?

Wo ist das Zitat, wo der Gemeindepräsident sagt, er wäre ein Anhänger der Apartheidsidee? Wenn es das nicht gibt, eure Anhänge bestehen ja bloss aus ein paar Bildern, könnte man euch auch ganz üble Verleumdung vorwerfen! So wie ich die Juso kenne, wird das einfach so interpretiert. Vielleicht geht es auch einfach darum, die Asylbewerber vom Resten der Bevölkerung zu trennen, da ja die Verbrechen durch solche Leute in letzter Zeit zugenommen haben? Von Apartheid würde man dann sprechen, wenn die Schwarzen nicht mehr in die selben Schulen gehen dürften, die selben Sportvereine usw. Passt bloss auf, ansonsten habt ihr dann noch eine Klage wegen übler Nachrede am Hals! Aber die Juso Anhänger sehen ja in jedem der sich in irgendeiner Form darum bemüht die Sicherheit zu erhöhen einen Nazi und in jedem Asylanten einen armen, verhungerten und politisch verfolgten. Ob diese Asylanten in ihrer alten Heimat mit Macheten Leute abgeschlachtet haben und ob sie bereit sind, dies wieder zu tun, das interessiert anscheinend niemanden. Ich kann diesen Gemeindepräsidenten gut verstehen. In einem Dorf leben nicht so viele und man will ja nicht ein ganzes Dorf mit einer Sorte Leute überfluten, man muss ja die kulturelle Vielfalt wahren. Aber in euren Augen ist er natürlich sofort ein Nazi und Menschenverachter usw. Der Gemeinde Präsident schaut für seine Leute und seine Gemeinde.