10 Tipps für dein nächstes Date mit Ahmadinejad

JUSO Blog

10 Tipps für dein nächstes Date mit Ahmadinejad

Calmy-Rey in Teheran

Es kam in den letzten Jahren immer wieder vor, dass eine Bundesrätin oder ein Bundesrat den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad treffen durfte. Diese Treffen endeten für die Betroffene oder den Betroffenen jeweils bös. Für den Fall dass du, liebe Leserin, lieber Leser, einmal von Mahmud Ahmadinejad zu seinem Geburi oder...

... zu einem geselligen Spaghetti-Plausch eingeladen wirst, möchten wir dir hier ein paar einfache Regeln mit auf deinen verdammten Weg geben:

1. Wenn es irgendwie geht, gehe nicht hin. Die iranische Regierung wird es schon verstehen, dass es deine persönliche Integrität und Glaubwürdigkeit nicht zulassen, dass du dich mit einem Schurken wie Ahmadinejad abgibst. Wenn du auf deine intensiven Beziehungen zu George W. Bush, Wladimir Putin, König Abdullah Al Saud oder Ariel Sharon angesprochen wirst, stelle dich einfach taub oder blöd.

2. Wenn ein Treffen unumgänglich ist, dann versuche wenigstens durchzusetzen, dass keine Fotos gemacht werden. Tu das aber erst, nachdem du Mahmud über die Vorzüge der Pressefreiheit schweizerischer Prägung aufgeklärt hast.

3. Wenn sich Fotos nicht verhindern lassen, stelle sicher, dass du ständig ein grimmiges oder höchst unglückliches Gesicht machst. Du darfst zu keinem Zeitpunkt lächeln oder jemandem die Hand schütteln.

4. Falls du eine Dame bist, hast du einen entscheidenden Vorteil: Du darfst einen Schleier tragen. Trage am besten einen dunklen, hässlichen Ganzkörperschleier, damit dich niemand auf den Fotos erkennen kann.

5. Wenn du ein Mann bist, stülpe wenn möglich dir einen Motorradhelm über die Birne (als Schleier-Ersatz). Mögliche Erklärung: Eine gefährliche und ansteckende Krankheit.

6. Sei möglichst unhöflich und rede mit den Iranern nur über Dinge, die du an ihrem Land nicht ausstehen kannst. Gebe Ihnen das Gefühl, sie seien die Hinterletzten, und versuche gleichzeitig, vorteilhafte Deals für schweizerische Unternehmen zu sichern.

7. Sage Mahmud, dass es inakzeptabel ist, dass er mit seinem wirtschaftlich und militärisch unterentwickelten Land die legitimen Interessen friedliebender, bis auf die Zähne bewaffneter Atommächte bedroht. Und versichere ihm im gleichen Atomzug, dass die militärische Option gegen sein Land selbstverständlich auf dem Tisch bleibe.

8., 9. und 10. Mache dich auf eine gehörige Tracht Prügel gefasst. Der amerikanische Präsident mag seinen Folterknechten und -kommandanten Straffreiheit gewährt haben, dich aber wird er nicht schonen. Die Anwälte des Staates mit der "moralischsten Armee der Welt" werden dich ebenfalls hart anfassen. Und die freie Presse der freien Welt wird grosse Freude an dir haben (du aber nicht an ihr).

Kommentare

Herrlich!!!!

Herrlich!!!!