UBS-Boniritter: Jetzt reichts!

JUSO Medienmitteilungen

UBS-Boniritter: Jetzt reichts!

Nach einem Verlust von 2.74 Milliarden Schweizer Franken im vergangenen Geschäftsjahr 2009 greifen die UBS-Chefs auch heuer wieder ungeniert in den Boni-Topf. Besonders irritierend dabei: CEO Oswald Grüber erhielt nicht wie im Geschäftsbericht angegeben 3 Millionen Franken sondern auch noch nicht in der Lohnaufstellung angeführte Vergütungen von weit mehr als 20 Millionen Franken in Form von Aktienpaketen.

Am Montag wurde bekannt, dass UBS-CEO Oswald Grübel 2009 nicht nur den aufgeführten Salär von 3 Millionen Franken sondern auch noch weitere Zuwendungen in Form von Aktion erhielt, die mittlerweile mehr als 20 Millionen Franken wert sind. Dies als „Entschädigung“ für seine Credit Suisse-Aktien.
Besonders stossend daran: Diese Zuwendungen wurden im Geschäftsbericht nicht korrekt als Teil seiner variablen Lohnbestandteile aufgeführt, sondern separat verrechnet. So täuscht man nicht nur die eigenen Aktionäre, sondern auch die Steuerzahler, ohne deren Geld es die UBS heute nicht mehr gäbe.
Unter diesen Umständen grosszügig auf seinen Bonus zu verzichten und den Wohltäter zu spielen, ist mehr als unverschämt.

Doch damit noch nicht genug: Rund 40 Millionen Franken verscherbelte die UBS im Verlaufe des letzten Jahres für Manager, die kurz vorbeikamen, ihre Willkommensgeschenke abholten und einige Monate später mit einer vergoldeten Nase die UBS wieder verliessen. Weitere 80 Millionen verrechnete die UBS erst kürzlich der Nationalbank (SNB) für die Verwaltung der toxischen Papiere, die die SNB der UBS im Zenit der Krise abkaufen musste, um den manövrierunfähigen to-big-to-fail-Konzern zu retten.
Dieses Gebahren zeigt eindeutig: Verantwortung und ein Bewusstsein für die eigene Rolle sucht man bei den UBS-Chefs vergebens. Sie haben nur eins im Kopf: Geld, Geld und noch mehr Geld!

Die JUSO hat von solchem Verhalten die Nase gestrichen voll. Im letzten Sommer lancierte sie deshalb die 1:12-Initiative, mit der Lohnexzesse in der Schweiz ein jähes Ende finden werden. Unsere Wirtschaft ist weder auf solch ignorante Grossspurigkeit angewiesen noch auf Manager, die ihre Arbeit nur des Geldes wegen tun und mit High-Risk-Spielchen die gesamte Volkswirtschaft an den Rand des Abgrunds
drängen. Deshalb sammeln wir morgen Mittwoch im Rahmen einer Anti-Abzocker-Aktion am Paradeplatz von 12:30 bis 13:30 Unterschriften für die 1:12-Initiative.

Gemeinsam werden wir die Boniritter stoppen!

Weitere Informationen:

  • Linda Bär, Co-Präsidentin JUSO Kanton Zürich, 079 482 00 49
  • Stefan Rüegger, Sekretär JUSO Kanton Zürich, 079 777 78 62
  • Meret Herger, AG Aktionen, 079 712 02 35